Von Dejima zum Jordaan
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Zweihundert Jahre lang, während Japans Sakoku-Periode – der Politik des geschlossenen Landes, die den Archipel von fast jeglichem Auslandskontakt abschirmte –, waren die Niederländer die Ausnahme.
Nicht weil Japan den Niederländern besonders vertraute. Sondern weil die Niederländer, durch die VOC, eine besondere Eigenschaft gezeigt hatten, die die Japaner nützlich fanden: Sie kamen, um Handel zu treiben, nicht um zu konvertieren. Sie brachten Güter, nicht Theologie. Und so unterhielt die Niederländische Ostindien-Kompanie auf der kleinen künstlichen Insel Dejima im Hafen von Nagasaki – einem Handelsposten von kaum der Größe eines Stadtblocks – über zwei Jahrhunderte lang den einzigen westlichen Stützpunkt in Japan.
Es ist eine außergewöhnliche historische Tatsache, dass, während Europa industrialisierte, während Imperien expandierten, während die Welt durch Gewalt neu gezeichnet wurde, der primäre Kanal zwischen Japan und dem Westen eine kleine Holzinsel in einem Hafen war, die Lackwaren, Kupfer und Seide handelte.
Die Niederländer brachten nach Japan: Uhren, Teleskope, anatomisches Wissen, Drucktechnologie. Japan schickte über Dejima zurück: Porzellan, Lack, Kupfer – und Seide. Die Seide, die im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert aus Japan in Amsterdam ankam, hatte bereits Jahrhunderte der Verfeinerung hinter sich: der besondere Glanz der Nishijin-Weberei, die kontrollierte Geometrie zeremonieller Obis, die metallischen Faden-Techniken, die kein europäischer Webstuhl je entwickelt hatte.
Renaras wurde in Amsterdam gegründet – im Jordaan-Viertel, einst die Heimat des Textilhandels, der teilweise durch eben jene VOC-Verbindung florierte. Die Verbindung zwischen der niederländischen Handelstradition und japanischem Handwerk ist für das, was wir tun, nicht zufällig. Sie ist dessen Ursprung. Entdecken Sie die japanische Seidenwandkunst-Kollektion →